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weil es in der Zeitung steht (oder eben nicht)

Beziehen sie auch eine Tageszeitung? Die Frage ist sicher in der heutigen Zeit berechtigt, denn viele Menschen erhalten ihre Informationen nicht mehr über die sogenannten Printmedien, sondern über das Netz und auch die Zahl der Menschen, die sich noch die Nachrichten im Fernsehen anschauen oder im Radio anhören, nimmt ab.

In den sozialen Netzwerken bekommen wir ganz schnell Informationen, die wir auch gerne haben möchten, Algorithmen nennt man diese Zauberformel, die die Auswahl für uns zusammen stellt. Aber das genau möchte ich eigentlich nicht.

Aus diesem Grunde beziehe ich noch eine Zeitung und habe die Erwartungshaltung, dass ich journalistisch aufbereitet alle wichtigen Informationen, z. B. auch aus der Politik vor Ort bekomme. Unter journalistisch aufbereitet verstehe ich, dass ich zunächst einmal umfassend informiert werde und dazugehört für mich auch, dass das jeweilige Thema beispielsweise über einen Kommentar durch die Redaktion kritisch einsortiert wird.

Wenn ich allerdings in meiner Zeitung nur Artikel lesen kann, die nur die eine Position zu einer wirklich wichtigen kommunalpolitischen Frage wiedergeben, dann irritiert mich das sehr. Dann stelle ich mir die Frage, warum ich eigentlich mit meinem Geld als Abonnent dafür zahlen soll.

So geschehen in meiner Zeitung. Sowohl im überregionalen als auch im lokalen Teil der Zeitung war die Berichterstattung über Resolutionen von Räten zum „Klimanotstand“ der Aufmacher. Ein Appell mit dem Nachteil, dass die Verfasser schon von Anfang an erklärten, warum sie zwar Notstand sagten und schrieben, aber eigentlich nicht meinten. Na ja, sei es wie es sei. Der Notstand war die Nachricht, und diese Nachricht wurde gedruckt.

Nun hat die CDU in Bochum diese Resolution im Rat der Stadt nicht mit beschlossen, stattdessen einen Antrag eingebracht, der es nicht bei Worten beließ, sondern der Verwaltung in Sachen Klima ganz konkrete Aufträge mit auf dem Weg gegeben hat. Ziel des Antrages ist es, die Kommunalpolitik vor Ort bei jeder Entscheidung auch über die Argumenten zum Thema Klimaschutz zu informieren. Auch wenn dieser Antrag die Mehrheit des Rates gefunden hat, journalistisch ein Randthema.

Jetzt hat diese CDU Fraktion zur nächsten Sitzung des Rates der Stadt Bochum am 11. Juli einen Antrag mit 26 konkreten Maßnahmen zum kommunalen Klimaschutz eingebracht. Die lokalen Medien, also auch meine Zeitung ist in der vergangenen Woche darüber informiert worden. Gelesen habe ich davon bis heute noch nichts, warum eigentlich?

Wie gesagt, ich erwarte nicht von meiner Zeitung, dass sie mir nur die Infos gibt, die ich haben möchte, aber warum ich dafür zahlen soll, dass mir Informationen vorenthalten werden, dass erschließt sich mir nicht!

Ich möchte Ihnen jedenfalls diese Informationen nicht vorenthalten und stelle sie ihnen gerne zur Verfügung zum nachlesen:

Den Antrag als Alternative zum Notstand, der kein Notstand ist.

Den Antrag, der als Klimaoffensive 26 Maßnahmen konkret benennt.

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